Das geschnitzte Eichentor begrüßt jeden, der zum Kloster geht. Es erinnert an die Heiligsprechung und ist ein Zeichen der polnisch-ungarischen Freundschaft.
Kinga war eine ungarische Königstochter, Tochter Bélas IV. Kein Wunder also, dass 1999, als Johannes Paul II. sie heiligsprach, Gäste aus Ungarn mit einem Geschenk kamen. Ungarische Bergbewohner schenkten der Stadt ein Tor, gefertigt in traditioneller Szekler Technik. Solche Tore errichtet man seit Generationen in Siebenbürgen, im Land der Szekler.
Das Tor ist aus Eiche, etwa 5 m hoch und 3 m breit. Geschmückt ist es mit Bildnissen der hl. Kinga und der hl. Hedwig. Nach Szekler Brauch der Gastfreundschaft steht es immer offen. Eingeschnitzt sind die Worte: „Friede den Eintretenden, Segen den Hinausgehenden“.
Ein junges Denkmal, aber voll alten Geistes. Es steht am Eingang zum Platz der hl. Kinga, und dahinter erheben sich die Klostermauern, die in den Jahren 1598–1632 erhöht und mit Schießscharten versehen wurden. Die einstige Festung des Gebets empfängt ihre Gäste heute mit offenem Tor. Halte einen Augenblick davor inne, betrachte die Schnitzerei und geh erst dann hinüber auf den Platz der hl. Kinga, zu den Klostermauern.
Foto John Samuel · CC BY-SA 4.0 · Quelle




