Der mit „Katzenköpfen“ gepflasterte Marktplatz – nach der Sanierung 2006–2007

Marktplatz (Rynek)

Fast ein Hektar Katzenkopfpflaster unter alten Linden

Hier beginnt jeder Besuch in Stary Sącz (Alt-Sandez). Die niedrige Bebauung, der Brunnen und das Pflaster aus Flusskieseln lassen leicht vergessen, in welchem Jahrhundert wir leben.

Man sagt, wer nicht über den Marktplatz von Stary Sącz gegangen ist, der hat Stary Sącz nicht gesehen. Der Platz wurde schon zu Zeiten der Herzogin Kinga abgesteckt, seine regelmäßige Gestalt erhielt er durch die zweite Lokation in den Jahren 1357–1358. Aus jeder Ecke laufen je zwei Straßen hinaus. Diese Anlage findet man in Städten, die nach Zipser und ungarischem Vorbild gegründet wurden.

Einst stand in der Mitte ein gemauertes Rathaus mit Turm und Krambuden, doch der große Brand von 1795 verzehrte es. Niemand hat es je wieder aufgebaut. An seiner Stelle steht heute ein Brunnen von 1848. Ein Brunnen, wohlgemerkt, kein Springbrunnen. Die Linden wurden 1877 gepflanzt, das Kieselpflaster legte man in den Jahren 1861–1872. Nach der Sanierung von 2006–2007 zählte man rund 1 250 000 „Katzenköpfe“.

Heute stehen am Marktplatz 22 Häuser, ursprünglich waren es 25. Darin finden sich Cafés, Restaurants, das Museum „Dom na Dołkach“ und die Touristeninformation. Am schönsten ist es hier früh am Morgen, ehe die Stadt erwacht, oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne sich auf die Häuserzeilen legt. Setz dich ein Weilchen unter eine Linde und plane den Rest des Tages. Zum Kloster, zur Pfarrkirche und zum Museum sind es von hier nur wenige Schritte.

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