Die Rochuskirche auf dem alten Friedhof

Alter Friedhof und St.-Rochus-Kirche

Der Hügel, auf dem jene ruhen, die die Stadt geschaffen haben

Ein steinernes Kirchlein auf dem Hügel, umgeben vom alten Friedhof hinter einer Mauer von 1783. Hier wird die Geschichte der Stadt zur Geschichte ihrer Menschen.

Die Heiligen Rochus und Sebastian rief man einst gegen die Pest an. Kein Wunder also, dass ihre Kapelle schon Ende des 16. Jh. am Rand der Stadt stand. Das alte Gotteshaus brannte 1644 ab. Das heutige frühbarocke Kirchlein aus Stein mit seiner Apsis stifteten 1643–1644 die Äbtissin Anna Lipska und Samuel Łapka. Erhalten ist darin ein Fragment eines gotischen Triptychons von um 1500.

Seit 1783 erstreckt sich rings um die Kirche der Friedhof, umschlossen von einer Steinmauer. Hier ruht Pfarrer Józef Leopold Kmietowicz, Anführer des Chochołów-Aufstands von 1846, geboren in einem Haus am Marktplatz. Begraben sind hier auch Szczęsny Morawski (1818–1898), Verfasser der ersten Monographie über Stary Sącz, und der Komponist Jan Joachim Czech. Es gibt hier die Gruft der Klarissen und, wie die Gemeinde angibt, auch die Gräber der Eltern der Sängerin Ada Sari.

Geh hier langsam, lies die Inschriften und notiere dir die Namen. Denk stets daran, dass dies noch immer ein Friedhof ist, auf den Menschen zu ihren Angehörigen kommen.

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